Do you want to buy antibiotics online without prescription? http://buyantibiotics24h.com/ - This is pharmacy online for you!

Ratgeberfuergefangene.blogsport.de

21. Medikamente
Im Kapitel 19.„drohende Psychiatrisierung"wurde beschrieben, wie Medikamente und speziell
sogenannte Psychopharmaka eingesetzt werden, um dich im Knast zu „heilen" oder dich „angepaßt"
werden zu lassen. Bevor von den einzelnen Medikamenten, ihren Wirkungen und Nebenwirkungen
gesprochen wird, soll noch etwas zu Medikamenten allgemein gesagt werden. Schon unter den
„normalen" Lebensbedingungen draußen führen viele Medikamente zu einer Tablettenabhängigkeit,
Ohne regelmäßige Tabletteneinnahme können manche nicht mehr leben. Noch viel leichter und
schneller kann dies im Knast passieren. Beginnst du einmal gegen die vielen Auswirkungen des
Knasts (Angst, Alleinsein, Konzentrationsschwächen, innere Unruhe etc.) Medikamente zu nehmen,
kannst du schnell von ihnen abhängig werden. Damit bist du aber auch gleichzeitig von den
Sanitätern, Schließern oder den Geschäftemachern unter den Gefangenen abhängig und ihnen
ausgeliefert. Denn von ihnen brauchst du deine Ration Tabletten. Damit haben sie dich in der Hand.
Deshalb: Bevor du wegen Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Einsamkeit eine Tablette einwirfst,
versuche diese Beschwerden mit anderen Mitteln, wie autogenem Training, Massagen,
Konzentrationsübungen, Akupressur zu bekämpfen! Oft ist es allerdings auch so, daß dir
zwangsweise Medikamente gegeben werden sollen. In den wenigsten Fällen ist es wirklich nötig,
welche zu nehmen: wegen einer ernsthaften Erkrankung, zum Beispiel Entzündungen, Fieber oder
Herzkrankheiten. In jedem Fall mußt du darauf achten und darauf bestehen, zu erfahren wie das
Medikament heißt und was in der Tablette drin ist. Dann kannst du andere fragen, ob die Tablette
überhaupt wirkt oder gegen bzw. für was sie sein soll. Einige Medikamentengruppen hier sollen
näher beschrieben werden:
Psychopharmaka S. 1
Tranquilizer S. 2
Neuroleptika S. 2
Antidepressiva S. 2
Distraneurin S. 3
Schlafmittel S. 4
Schmerzmittel S. 4
Antibiotika S. 5
Kreislaufmittel S. 5
Cortison S. 6
Psychopharmaka
Diese Sorte von Medikamenten setzen mit ihrer Wirkung am Gehirn an und führen zu „bestimmten"
Veränderungen deines Verhaltens, deines Reaktionsvermögens und der sog. „Stimmungslage". Es
sind also Medikamente, die dein Verhalten und dein Befinden verändern. Verschiedene Formen des
„Ausflippens", „auffälliges" und „störendes" Verhalten (Angst, innere Unruhe, „Haftkoller",
Niedergeschlagenheit, Traurigkeit) können so unterdrückt werden. Bestehende Konflikte werden
natürlich durch das Schlucken dieser Medikamente nicht gelöst. Jedoch können sie ohne direkte
Gewaltanwendung als sogenannte „psychische Zwangsjacke" eingesetzt und zur
„Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in der Anstalt" benutzt werden. Dies
„Anwendungsgebiet" ist in den Knästen in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund
getreten. Wer sich, im Knast nicht „einpaßt", wer „renitent" ist, wird einer regelrechten
Gehirnwäsche unterzogen. Es sollen jetzt einzelne dieser Medikamente mit ihren Wirkungen und
Nebenwirkungen, d.h. gesundheitsschädigenden Wirkungen beschrieben werden. Unter den
Psychopharmaka gibt es verschiedene Gruppen von Medikamenten, je nach Art oder Ausmaß der
angeblich festgestellten sog. „Auffälligkeit":
I. bei Unruhezustanden, Angst, Spannungsgefühl, Schlafstörungen: sog. TRANQUILIZER {sprich:
Tranquileiser) Valium, Librium etc.
II. bei starken „Erregungszuständen", „Haftkoller":sog. NEUROLEPTIKA z.B. Haloperidol
III. bei Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Depression sog. ANTIDEPRESSIVA Tranquilizer
(Beruhigungsmittel) z.B. Valium, Librium, Adumbran, Tranxilium, Demetrin, Tavor ,Nobrium,
Lexotartil, Aneural, Miltaun, Omnisedan, Praxiten, Visano, Tacitin
Wirkung: Diese Medikamente wirken auf bestimmte Teile des Gehirns, die in besonderer Weise
deine psychische Verfassung bestimmen. Sie wirken allgemein „dampfend", d.h. sie lassen dich
kaum noch spontan reagieren, bringen Angstgefühle zum Abklingen, führen zur Erschlaffung der
Muskulatur. Durch all diese verschiedenen Wirkungen haben diese Medikamente einen
schlaffördernden Effekt. Jedoch auf Kosten eines „gesunden" Schlafs. Der Schlaf eines jeden
Menschen besteht im allgemeinen aus zwei sich abwechselnden Phasen. Sie unterscheiden sich
einmal untereinander durch unterschiedliche Schnelle des Herzschlages, der Höhe des Blutdrucks
im Schlaf, Durchblutung des Gehirns; vor allem aber durch eines: in dereinen Phase träumt man,.in
der anderen nicht, in.der Zeitdauer haben die zwei Phasen ein ziemlich festes Verhältnis zueinander.
Durch die Tranquilizer und die üblichen Schlafmittel (siehe auch dort), wird dieses natürliche
Verhältnis gestört. Morgens wachst du wie gerädert auf, obwohl (bzw. weil) du ein „Schlafmitte!"
genommen hattest. Nimmst du diese Medikamente über längere Zeit ein, „gewöhnt" sich dein
Körper daran. Du mußt dann immer größere Mengen Tabletten einnehmen, um den „gleichen
Effekt" zu haben.
Nebenwirkungen: Es ist bewiesen, daß man bei langem Einnehmen dieser Medikamente pychisch
von ihnen abhängig wird, d.h. du hast das Gefühl, sie immer einnehmen zu müssen, weil du dich
sonst nicht wohl fühlst. Aber ebenso können Anzeichen von körperlicher Abhängigkeit auftreten.
Typisches Zeichen ist das sog. Delir; psychische Unruhe, körperlich unruhig, Verwirrtheit,
Halluzinationen, Schwitzen, Herzjagen. Neben diesen offensichtlichsten Nebenwirkungen bemerkst
du allerdings noch durch andere Dinge, daß die Medikamente „wirken"; du merkst, bei dir und
anderen, daß du nicht mehr so schnell und locker reden kannst. Antworten auf Fragen, die dir
gestellt werden, kommen nur schleppend, alle Bewegungen deines Körpers sind verlangsamt.
Trinkst du gleichzeitig Alkohol oder nimmst zusätzlich Schlafmittel ein, so werden diese
Nebenwirkungen noch verstärkt. Eines ist noch sehr wichtig: Einige der üblicherweise im Knast
gegebenen Beruhigungsmittel (Valium, Librium, Lexotanil) werden im Körper nur langsam
abgebaut. Nach 24 Stunden ist noch mehr als die Hälfte des Wirkstoffs im Körper. Dadurch kannst
du vielleicht damit vollgepumpt werden,obwohl du nurdie „normale" Dosis von 2 mal 1 Tablette in
24 Stunden bekommen hast. Umbringen kann man sich jedoch mit diesen Medikamenten, wenn
nicht andere körperliche Komplikationen hinzukommen, eigentlich nicht.
Neuroleptika
z.B. Haloperidol, Haldol, Leponex, Taxilan, Megaphen, Melleril, Neurocil, Taractan, Truxal, Atosil,
jacroneural, Omca, Psyquil.
Bis heute ist nicht bekannt, wo genau im Gehirn diese Medikamente mit ihrer Wirkung ansetzen.
Aber man weiß genau, welche Wirkungen die Medikamente auf den menschlichen Körper haben.
Schon kleinste Dosen bewirken nach längerer Einnahme eine Veränderung des sog. „psychischen
Grundbefindens". Du selbst wirst antriebslos — „alles läßt dich kalt". Begegnest du jemandem, der
z.B. unter. Haloperidol steht, hast du oft den Eindruck, du könntest ihm eine scheuern, ohne daß es
ihn weiter „trifft". Viele kennen ja sicher auch den sog. „Haloperidol-Gang" bei jenen Leuten,
denen das Medikament über längere Zeit eingeflößt worden ist. Im allgemeinen fängt jeder Mensch
in angespannten oder aufregenden Situationen an zu schwitzen, bekommt Herzjagen oder fängt an
zu zittern. Gerade diese natürliche Körperreaktionen werden je nach Stärke der Medikamente
teilweise oder völlig unterdrückt. Ebenso wird die Spannung der Muskulatur durch diese
Medikamente herabgesetzt, d.h. du hast das Gefühl, gewollte Bewegungen nur noch sehr langsam
oder mühsam machen zu können. Grundsätzlich sind die Nebenwirkungen bei dieser Gruppe von
Medikamenten etwas unterschiedlich. Zwei Beispiele sollen das zeigen.
1. Haloperidol: Verlangsamung aller körperlichen Reaktionen; du wirst schläfrig, siehts alles auf
Distanz, hast keinen Appetit mehr, schwitze sehr viel. Zusätzlich kann es zu unwillkürlichen
Muskelzuckungen kommen, die du nicht kontrollieren kannst (Mund, Gesicht, Arme, Beine). Viele,
die Haloperidol lange eingeflößt bekommen haben, können nicht mehr ruhig sitzen oder im Bett
liegen. Sie laufen unruhig und ungezielt dauernd hin und her. Im Knast wird oft versucht, diese
Leute „ruhigzustellen" indem sie von Wärtern im Bett gefesselt werden; anstatt das Medikament
nicht mehr zu geben, von dem alles herrührt. Daneben kannst du allergische Hautausschläge
bekommen. Gelbsucht kann auftreten. Trinkst du zusätzlich Alkohol, können sich Wirkungen und
vor allem Nebenwirkungen gefährlich verstärken. Mit diesem Medikament kann ein Mensch
psychisch völlig verändere werden, Du kennst ihn nicht mehr wieder.
2. Truxal, Taractan: Bei diesen Medikamenten kann es sein, daß du nicht mehr richtig schlafen
kannst; es kommt zu Darmverstopfungen, dein Mund wird ganz trocken, du kannst plötzlich nicht
mehr richtig pinkeln! Außerdem tritt auch hier ein nicht kontrollierbares Muskelzucken auf. Ganz
gefährlich ist es, wenn jemand dieses Medikament bekommt, der unter epileptischen Anfällen
leidet! Durch diese Medikamente können neue Krampfanfälle ausgelöst werden. Bei Gabe oder
Einflößen von hohen Dosen fängst du an zu phantasieren, und leidest gleichzeitig unter Herzjagen
und allgemeiner Unruhe. Alle sog. Neuroleptika verursachen bei dir mehr oder weniger starke
Kreislaufstörungen, z.B. im Stehen Blutdruckabfall mit starkem Schwindelgefühl. Nimmt jemand in
Selbstmordabsicht oder wird jemandem in Tötungsabsicht eine Überdosis dieser Medikamente
eingeflößt, so ist eine tiefe Bewußtlosigkeit wie bei einer Schlafmittelvergiftung die Folge (siehe
auch Abschnitt 17.4. „akute Notfälle").
Antidepressiva
z.B. Aponal, Anafranil, Insidon, Laroxyl, Lithium, Ludiomil, Nortrilen, Saroten, Sinquan, Tofranil,
Tolvin.
Diese Medikamentengruppe wirkt, indem sie in den Stoffwechsel des Gehirns eingreife.
Herauskommen soll dabei, daß bei dir Depressionen „beiseitigt" werden sollen, daß dir Angst
genommen werden soll, oder vereinfacht ausgedruckt „Müde wieder munter gemacht" werden
sollen. Noch mehr als bei den anderen Psychopharmaka muß bei dieser Gruppe darauf geachtet
werden, welches Medikament gegeben wird. Sonst kann es zu gefährlichen Folgen kommen. Viel
zu schnell und off wird dieses Medikament im Knast gegeben, z.B. einfach zum Einschlafen. So ist
es vorgekommen, daß jemandem ein Medikament dieser Gruppe gegeben wurde, gegen
Depressionen und „Selbstmordgefahr". Und was passierte: Wegen der Speziellen Wirkung dieses
Medikamentes hat er tatsächlich einen Selbstmordversuch gemacht, obwohl ja wohl das Gegenteil
erreicht werden sollte. Wegen dieser Wirkung mußt du gerade bei Medikamenten, die gegen
„Depressionen" gegeben werden, immer nach dem Namen fragen und ob sie eventuell aus dieser
Gruppe stammen.
Nebenwirkungen: Bei diesen Medikamenten sind sie nicht „nur" unangenehm, sondern sehr
gefährlich und. ausgeprägter als bei den anderen Psychopharmaka; es kann sein, daß du plötzlich
nicht mehr richtig pinkeln kannst, dein Mund wird furchtbar trocken, du siehst verschwommen,
weil sich der Druck im Glaskörper des Auges erhöht hat. Ebenso wie bei den anderen
Medikamenten merkst du selber, daß dein Kreislauf zu wackeln anfängt, Herzbeschwerden sind
nicht selten: Herzrasen, Herzstolpern, sog. „Herzrhythmusstörungen". Weiterhin kannst du
Gelbsucht bekommen, die Zahl der weißen Blutkörperchen vermindert sich. Und als letztes kannst
du auch hier merken, wie Leute, die. vielleicht zu viel von den Medikamenten bekommen haben,
völlig verwirrt werden und durchdrehen, mit den Symptomen, wie sie beim Delir weiter oben
beschrieben sind. Alkohol verstärkt die „beruhigende" Wirkung dieser Medikamente, d.h. dich
haut's um. Du mußt unbedingt darauf achten, daß diese Medikamente — wenn sie schon angeblich
notwendig sind — nur unter strengster ärztlicher Kontrolle gegeben werden. ,Noch ein Wort zum
Medikament Lithium, das zur Zeit immer beliebter wird beider Behandlung sog. „manisch-
depressiver" Patienten. Die Nebenwirkungen dieses Medikaments können tödlich sein. Und zwar
schon, wenn der Wirkungsspiegel dieses Medikaments im Blut nur gering erhöht ist gegenüber den
sog. „Normalwerten". Es ist ärztlich unverantwortlich und fahrlässig, dieses Medikament ohne
regelmäßige wöchentliche Blutkontrollen zu verabreichen. Neben den sogenannten
Psychopharmaka werden im Knast natürlich noch andere Medikamente gegeben, zu denen wir noch
was sagen wollen.
Distraneurin
Ein beliebtes Medikament für vieles ist Distraneurin: Dieses Mittel darf eigentlich nur bei der
Entzugsbehandlung von Alkoholabhängigen in der ersten Zeit gegeben werden. Und zwar deshalb
nur kurze Zeit, weil sonst die Abhängigkeit vom Alkohol nur durch die Abhängigkeit von
Distraneurin vertauscht wird. Draußen wird es auch als Tropf gegeben beim Delir durch Entzug,
jedoch nur in Krankenhäusern unter ärztlicher Überwachung. Denn eine Überdosis führt zur
Lähmung der Atmung und damit zum Tod. Es ist deshalb ganz falsch bzw. schädlich und sollte
verboten sein, Distraneurin als Schlafmittel und Beruhigungsmittel zu geben, da man wie gesagt
körperlich abhängig wird.
Schlafmittel, auch Hypriotika genannt
1.Barbkurat-hakige: Lumina], Medomin, Phanodorm, Stadadorm, Speda, Nervo, opt., Norkotral,
Somnifen, Vesparax, Beilergal, Bella sanol.
2.Ohne Barbiturate: Betadorm, Diudorm, Dolestan, Eatan, Halbmond, Hoggar, Mandrax, Plantival,
Somnibei, Staurodorm, Valmane, Chloraldurat.
Alle Schlafmittel wirken durch Veränderungen am zentralen Nervensystem des Gehirns. Durch Ihre
Wirkung wird dein Bewußtsein ähnlich wie beim natürlichen Schlaf ausgeschaltet. Dies führt bei
jedem Menschen zu Veränderungen im schon oben beschrieben Schlafrhythmus während einer
Nacht. Die Folge: die Medikamente unterdrücken meistens die wichtige Traumphase deines
Schlafes und am nächsten Morgen hast du das Gefühl, überhaupt nicht ausgeschlafen zu sein,
obwohl du ja eigentlich „geschlafen" hast. Deshalb: Versuche immer, so weites nur geht, ohne
Schlafmittel auszukommen.
Nebenwirkungen: Alle Schlafmittel können bei längerer Einnahme zu körperlicher Abhängigkeit
führen; außerdem kommt es vor allem auch zu Kreislaufstörungen durch Blutdruckabfall. Die
Wirkung der Schlafmittel wird verstärkt, wenn man sie zusätzlich zu irgendeinem Mittel aus der
Gruppe der oben erwähnten Psychopharmaka einnimmt. Schlafmittel werden im Knast und draußen
am häufigsten genommen, wenn jemand Selbstmord machen will. Und oft gelingt dies mit „Erfolg",
jedoch muß man sich immer vor Augen halten, welche Schäden auftreten können, wenn dieser
„Versuch" mißlingt. Wird jemand erst längere Zeit nach der Einnahme von Schlaftabletten
gefunden, so ist er meist tief bewußtlos. Zwar kann er meistens wieder zum Bewußtsein gebracht
werden, jedoch passiert es nicht selten, daß als Folge Lähmungen eines Armes oder Beines
zurückbleiben. Was du selbst machen kannst, wenn du jemanden findest, der Tabletten geschluckt
hat, ist im Kapitel „Akute Notfälle" in Abschnitt 17.4. beschrieben.
Schmerzmittel
Nur die gebräuchlichsten Namen: Azur, Dolomo, Dolviran, Fortalidon, Fortal, Gelonida, Lonarid,
Neuramag, Optalidon, Treupel, Aspirin, Aspro, Boxazin, Ditonal, Eu-med, Neuralgin, Novalgin,
Octadon, Prontopyrin, Quadronal, Saridon, Sinpro, Spalt, Thomapyrin, Togal, Vivimed.
Alle oben genannten Schmerzmittel haben mehr oder weniger starke Nebenwirkungen, wenn sie
länger regeImäßig eingenommen werden. Insbesondere wenn du sie über Monate oder Jahre
einnimmst. Dazu kann auch hier eine körperliche Abhängigkeit auftreten. Am.wenigsten
Nebenwirkungen hat ASPIRIN. Gleiche Mittel sind Aspro, Coifarit, Godamed, Apyron, Boxazin,
Alka-Selzer, Acatylin. Die größte Gefahr des Aspirin geht von seiner Wirkung auf die
Magenschleimhaut aus. Bei längerer Einnahme greift es, auch bei jemandem, der sonst nichts mit
dem Magen zu tun hat, die Schleimhaut an und kann zu Blutungen der Magenschleimhaut führen.
Deshalb solltest du, wenn du mal ein Magengeschwür gehabt hast oder noch eines hast, kein
Aspirin einnehmen. Entweder kann ein altes Geschwür wieder aufbrechen oder ein vorhandenes
anfangen zu bluten. Beim Aspirin kannst du die Wirkungen gegen die Magenschleimhaut dadurch
abmindern, daß du vorher etwas Milch trinkst oder auch ein sog. Magenmittel wie Gelusilac oder
Phosphalugel vorher nimmst. Eine andere Gruppe von Schmerzmitteln enthält einen Stoff mit dem
Namen Phenacitin. Es ist seit Jahren bekannt, daß dieser Wirkstoff bei längerer Einnahme zu nicht
wieder gutzumachenden Nierenschäden führt. Dazu gehören Mittel wie Dolviran, Gelonida,
Thomapyrin, Saridon, Treupel, Vivimed, Quadronal, Dolomo, u.a. Andere allgemeine
Nebenwirkungen, die bei dir nach längerer Einnahme von Schmerzmitteln auftreten können, sind:
Blutarmut, chron. Kopfschmerzen, Gelbsucht.
Antibiotika
Einige Namen: Baycillin, Isocillin, Stapenor, Binotal,. Denpen, Reverin, Klinomycin.
Als Antibiotika werden Medikamente bezeichnet, die mehr oder weniger wirksam bei
Entzündungen durch Bakterien sind. Wir können hier nicht alle verschiedenen Arten der
Medikamente aufzählen. Wichtiger, glaube ich, ist es für jeden im Knast zu wissen, warm man
eigentlich Antibiotika einnehmen sollte oder sich geben lassen sollte. Die Wirkung dieser
Medikamente besteht darin, daß sie Bakterien entweder ganz abtöten oder ihr Wachstum bremsen,
so daß der Körper eigene Abwehrkräfte gegen die Bakterien aufbauen kann. Grundsätzlich wirken
bestimmte Antibiotika nur gegen bestimmte Bakterien. Deshalb soll ein Antibiotikum erst dann
gegeben werden, wenn man weiß: 1. welche Art von Bakterien die Entzündung hervorgerufen
haben, und 2. welches Antibiotikum überhaupt wirksam ist. Die Tests, die hierfür notwendig sind,
nennt man Antibiogramm. Also immer danach fragen, bevor du dir Antibiotika geben läßt. Diesen
Test kann man aus Spucke, Urin, Blut oder Eiter aus einer Wunde machen. Bei einer
Gallenblasenentzündung kann man das jedoch zum Beispiel nicht. Hier sind aber Medikamente wie
Reverin, Binotal, Deripen, Klinomycin wirksam. Draußen wie im Knast werden Antibiotika viel zu
oft gegeben, meistens ohne daß ein Test auf die Wirksamkeit gemacht wurde. Zum Beispiel sind sie
völlig unwirksam bei Schnupfen oder Grippe, da diese Krankheiten durch Viruserreger
hervorgerufen werden. Bekommst du aber Antibiotika, so mußt du sie mindestens 7-8 Tage
einnehmen. Der Grund: nimmst du sie kürzer, so können die.Bakterien Widerstandskraft gegen das
Medikament entwickeln und das Antibiotikum wirkt auch in Zukunft nicht mehr ausreichend.
Kreislaufmittel
d.h. Medikamente gegen zu niedrigen Blutdruck: Akrinor, Amphodyn, Dihydergot rec, Effortil,
Novadral retard, Ordinal, RR-plus, Sympatol, Tonolift.
Fast jeder Mensch, der im Knast sitzt, leidet unter Kreislaufstörungen, sei es in U-Haft oder in
Strafhaft. Die Ursache ist immer ein und dieselbe: die fehlende körperliche Bewegung. Wie es ja
inzwischen sogar aus hochoffiziellen Gutachten bekannt ist, trifft dies in noch stärkerem Maße für
Gefangene in Isolationshaft zu. Daraus wird auch sofort klar, daß du diese Beschwerden nicht mit
Medikamenten weg bekommst, oder wenn, dann immer nur vorübergehend. Die wirksamste
Möglichkeit dagegen anzugehen, ist ein regelmäßiges Trainingsprogramm wenn du in Einzelhaft
bist. Und sonst regelmäßiger Sport. Dies haben wir alles oben im Kapitel 13. {„Gesundbleiben")
beschrieben. Nur im akuten Notfall, wenn du entweder bewußtlos oder kurz davor bist, ist es
vielleicht sinnvoll, auch Medikamente zu nehmen oder zu spritzen. Hierbei ist das Medikament
Dihydergot ret. am wirksamsten. Das gilt auch für den Fall, daß der Blutdruckabfall durch andere
Medikamente bedingt ist, was oft passieren kann, wie oben beschrieben. Du solltest dann das
entsprechende Medikament nicht mehr einnehmen.
Cortison
Zum Schluß noch etwas zu dem als „Wundermittel" bekannten Cortison. es hat viele
Handetsnamen: Decortin, Locaeorten, Hydrocortison, Monocortin, Prednisolon, Ultralan, Urbason,
Volon, Celestan, Scherisoion.
Die Wirkung dieses Stoffes ist die, daß er entzündungshemmend, gegen Allergien und teilweise
gegen bestimmte Arten von Krebs wirkt. Die „Wunderwirkung" liegt darin, daß du z.B.
vordergründig eine Gelbsucht damit wegbekommst, aber damit nicht gleichzeitig die gefährliche
Entzündung der Leber behoben hast, in diesem Zusammenhang wird es auch als „Weißwascher"
bezeichnet, Man kann sagen: wenn jemand tatsächlich wegen einer schweren Erkrankung
regelmäßig über längere Zeit eines der oben genannten Mittel nehmen muß, dann gehön er sofort
raus aus dem Knast. Einmal zur Überwachung der Nebenwirkungen und zum anderen weil er so
schwer krank ist, daß er eigentlich in einer Spezialklinik behandelt werden muß. Die
Nebenwirkungen sind schwer: hast du ein Magengeschwür oder neigst du dazu. so kann dies
aufbrechen oder zu bluten anfangen, noch schneller und stärker als durch lange Einnahme von
Aspirin, also bereits nach kürzester Zeit. Eine Neigung zur Zuckerkrankheit kann zur voll
ausgeprägten Zuckerkrankheit werden; du wirst dicker; aus deinen Knochen wird der Kalk
abgebaut; ein ganz billiger Schnupfen oder eine Bronchitis können zur Lungenentzündung werden,
da die körpereigene Abwehr gebremst ist. Das sind nur einige Beispiele über die Nebenwirkungen.
Als letztes noch etwas zur gewaltsamen Einbringung von Medikamenten, meistens in der Form des
„Abspritzens". Wenn du dies bei einem Mitgefangenen mitbekommst, merke es dir und teile es
jemandem mit, denn: draußen ist die gewaltsame Verabreichung einer Spritze vorsatzliche
Körperverletzung, wofür der Arzt haftbar gemacht wird. Und dies muß auch im Knast für die
Anstaltsärzte gelten.

Source: http://ratgeberfuergefangene.blogsport.de/images/21.Medikamente.pdf

Microsoft word - zoopharmacognosy and your animals.doc

Zoopharmacognosy and Your Animals Have you ever noticed your horse, dog or cat eating a certain plant in your garden or out in the fields? Well, if you have, you may be witnessing Zoopharmacognosy. This is a term coined by Dr. Eloy Rodriguez, a biochemist and professor at Cornell University. Zoopharmacognosy refers to the process by which animals self-medicate. In this process, animals select

keafogelberg.nl

Indicatiestel ing voor pal iatieve sedatieH.W.M. (Marleen) van Casteren, Francis M. Mensink, Jeroen E.J. Fokke, Carel M.M. Veldhoven en Henriëtte l. Kodde Dames en Heren, Palliatieve sedatie is een medische behandeling in de stervensfase bij ondraaglijke, onbehandelbare sympto-men. In 2005 werd de KNMG-richtlijn ‘Palliatieve seda-tie’ uitgebracht; in 2009 werd deze herzien om actuele

Copyright © 2010-2014 Medical Pdf Finder