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Depression ist keine Erfindung der Neuzeit, es hat sie schon immer ge-geben. Von Künstlern und Literaten vergangener Jahrhunderte wirdsie, oder deren mildere Variante, die Melancholie, in zahlreichen Zeug-nissen beschrieben.
Ruediger Dahlke analysiert die individuellen und kollektiven Ursachender Depression und zeigt Wege aus der »Nacht der Seele«. Sein thera-peutischer Ansatz führt vom Bewusstmachen der Gründe für die Nie-dergeschlagenheit zu einfachen energetischen Übungen, um die ver -loren gegangene Energie wieder ins Fließen zu bringen. Die Basis fürdepressive Zustände liegt in alten, unzeitgemäßen Mustern. Richtigverstanden bietet Depression daher die Chance für einen Wachstums-weg vom Lebensüberdruss zu Hoffnung und Lebensfreude.
Dr. med. Ruediger Dahlke, Jahrgang 1951, studierte Medizin in Münchenund bildete sich zum Arzt für Naturheilweisen und Psychotherapiefort. Von 1978 bis 2003 war er als Psychotherapeut tätig, 1989 gründeteer zusammen mit seiner Frau Margit das Heil-Kunde-Zentrum Johan-niskirchen. Heute ist er als Fastenarzt, Seminarleiter und Vortragenderinternational tätig. Seine Bücher zur Psychosomatik unter Einbezugspiritueller Themen sind Bestseller und liegen in 22 Sprachen vor.
Von Ruediger Dahlke sind bei Arkana außerdem erschienen: Die Schicksalsgesetze (33856)Krankheit als Weg (21558)Das große Buch vom Fasten (21902)Krankheit als Sprache der Seele (21813)Das Gesetz der Anziehung (33832)Das Bewusstseinsfeld (33835)Das Gesetz der Polarität (33833)sowie zahlreiche Audio-CDs mit Heilmeditationen Die Originalausgabe erschien 2006 bei Arkana, München.
Das FSC-zertifizierte Papier München Super für dieses Buch liefert Arctic Paper Mochenwangen GmbH.
Vollständige Taschenbuchausgabe April 2010 Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur, München Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck Für Anregungen und Korrekturen danke ich den Mitarbeiterndes Heil-Kunde-Zentrums Christa Maleri, Anja Schönfuß,Hildegunde Kirkovics, Freda Jeske, Josef Hien und GeraldMiesera.
Für ihre Beiträge und Anregungen danke ich Dorothea Neumayr und Robert Stargalla, für ihre persönlichen Berich-te Herrn Muntaner-Ribas, Bruce Werber und Gerti Stepan.
Christine Stecher, die als »meine« Lektorin zu einem nicht mehr wegzudenkenden »Ordnungsfaktor« in meinen Bü-chern geworden ist, danke ich dafür und dass sie mir ein tie-feres Einlassen auf den Wirrwarr der neuen deutschen Recht-schreibung erspart.
Gerhard Riemann, dem langjährigen Freund und Beglei- ter durch die Bücherwelt, danke ich nicht nur für den letztenentscheidenden Impuls zu diesem Buch, sondern auch fürwesentliche Anregungen.
Sabine und Dominique gilt mein Dank für den äußeren Vera danke ich für die Atmosphäre liebevoller Achtsam- keit, die mir erlaubte, der Depression so nahe zu kommen,wie ich das eben vermag, und die intensive und schöne Zeitauf Bali, in der das Buch Gestalt annahm.
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Über den schwierigen Umgang mitder Depression – eine Einführung . . . . . . . . . . . . . . . 18 Kunst und Mythos – eine Einstimmungin die Welt der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Die poetische Bilderwelt der Melancholie . . . . . . . . . . . 23 das Beispiel Hermann Hesse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Stationen eines Lebens im Schatten der Depression . . . . . . 46 Von Hermann Hesse lernen – ein Resümee . . . . . . . . . . . . 72 Depressive Künstler oder Kunst als Therapie . . . . . . . . 76 Die Reise des Helden und ihre Stationen . . . . . . . . . 79 Der Ruf, die Berufung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Die Verweigerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 Weitere Stationen der Heldenreise . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Die alte Heimat verlassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Der Weg der Prüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Begegnung mit der Göttin, mit Gott . . . . . . . . . . . . . . .
und Probleme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Geschichte und Definition der Depression . . . . . . 101 Zeitspezifische Einschätzungen und Moden . . . . . . . . 101 Formen eines Krankheitsbildes . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 Leichte und schwere Depressionen . . . . . . . . . . . . . . . . .
Der Mangel an Lebensenergie und anVerbundenheit mit dem Wesenskern . . . . . . . . . . . .
Fehlende Resonanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 Besetzung durch fremde Wesen oder Energien? . . . . 126 Seelisches Leid aus Sicht des Buddhismus . . . . . . . .
Die »larvierte« Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 Die bipolare Störung:Manie im Wechsel mit Depression . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Wie erkenne ich, ob ich depressiv bin? . . . . . . . . . . . . 144 Über die Anwendung von Fragenkatalogen . . . . . . . . . . 146 Fragen zur Selbsteinstufung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 Die Hintergründe der Depression . . . . . . . . . . . . . . 150 Gesellschaftliche und soziale Ursachen . . . . . . . . . . . 150 Globalisierung und Konkurrenzkampf . . . . . . . . . . . . . 151 Wirtschaftliche Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 152 Materielle Übersättigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155 Beruf(ung) in der Krise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 Konflikte im Beziehungsleben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164 Individualismus statt Individuation . . . . . . . . . . . . . . 168 Der moderne Ego-Trip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171 Enttäuschungen, Verdrossenheit, Sinnverlust . . . . . . . . 177 Bequemlichkeit und fehlende Auseinandersetzung . . . . . 182 Die Verdrängung von Sterben und Todund die Abschaffung der Trauer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 186 Die Vernachlässigung von Inhalt und Qualität . . . . . . . 195 Lebensweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Stress . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Das depressive Gehirn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Die Betonung der rechten Gehirnhälfte . . . . . . . . . .
Veränderungen im Stresszustand . . . . . . . . . . . . . . 217 Zusammenspiel und Rivalität von Fühl- undDenkhirn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220 Die Aufgaben des emotionalen Gehirns . . . . . . . . . . 223 Nervensystem und Polarität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228 Flexibilität und Anpassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232 Traumata . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 Verlust von Lebensinhalt und Lebenssinn . . . . . . . . . . . 237 Mangelnde Selbstverwirklichung . . . . . . . . . . . . . . . . . 242 Arbeitssucht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 247 Überlastung und Erschöpfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 248 Das Familiensystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 253 Mangelernährung und Umweltbelastung . . . . . . . . . . . 256 Die seelische Basis der Depression . . . . . . . . . . . . . 259 Typeneinteilung nach den vier Elementen . . . . . . . . . . 259 Gesetzmäßigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 263 Revolution – um das Größere kreisen . . . . . . . . . . . . . . 263 Rotation – um sich selbst kreisen . . . . . . . . . . . . . . . . . 264 Die Schwerkraft – auf dem Boden bleiben . . . . . . . . . . . 265 Die Fliehkraft – die Welt erobern . . . . . . . . . . . . . . . . . 266 Typen der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 Überwiegen der weiblichen Elemente und Kräfte . . . . . . 267 Überwiegen der männlichen Elemente und Kräfte . . . . . 269 Die Symphonie der Kräfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 Der depressiv strukturierte Mensch . . . . . . . . . . . . . 275 Seine Ausgangssituation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 275 Entwicklung als Problem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280 Bildung der depressiven Charakterstruktur . . . . . . . . 285 Prägung im Mutterleib und in der frühen Kindheit . . . . 286 Probleme in der Symbiosezeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 Lieblosigkeit, Versagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 Verwöhnung, Überbehütung . . . . . . . . . . . . . . . . . 297 Angst, Schuldgefühle und Flucht in die Religiosität . . . . 305 Positive Seiten der depressiven Struktur . . . . . . . . . . . 308 Berufe für depressiv strukturierte Menschen . . . . . . . . . . 310 Depression im Spiegel der Urprinzipien . . . . . . . . 311 In den Tiefen des Plutonischen – Wasser . . . . . . . . . . 311 Die Unterweltflüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 318 Saturn als Hüter der Schwelle – Erde . . . . . . . . . . . . . . 321 Die zwölf Urprinzipien im Überblick . . . . . . . . . . . . . 323 Verschiedene Formen von Depressionund ihre Ursachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330 und Lebensübergänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330 Kindheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 330 Pubertät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333 Heirat und Partnerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 338 Elternschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346 Wochenbettdepression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 346 Das Leere-Nest-Syndrom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350 Lebensmitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 352 Abdanken oder der Pensionsschock . . . . . . . . . . . . 355 Alter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 357 Spirituelle Krisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 359 mit Aggression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 362 Herbst-, Winter- oder saisonale Depression . . . . . . . . 364 Vorgeschobene Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 367 Die Be-Deutung der Depression . . . . . . . . . . . . . . . . 369 Die Sprache der Symptome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 371 Antriebslosigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 375 Schuldgefühle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 379 Sinnlosigkeitsgefühle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 384 Selbstmordgedanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 387 Ängste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 393 Enttäuschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 405 Appetitlosigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 406 Schlaflosigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 409 Unruhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 412 Weitere Symptome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 413 Bildhafte Zustandsbeschreibungen . . . . . . . . . . . . . . . 415 Maskierung der Symptome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 418 Therapiemöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420 Lösungen im Sumpf des Lebens . . . . . . . . . . . . . . . . . . 420 Erkundungen des Schattenreiches . . . . . . . . . . . . . . . . . 423 Psychotherapeutische Ansätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430 Schatten- oder Reinkarnationstherapie . . . . . . . . . . . . . 430 Schulmedizinisch anerkannte Verfahren . . . . . . . . . . . . 435 Medikamentöse Therapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 437 Schulmedizinische Wege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 437 Die verschiedenen Psychopharmaka . . . . . . . . . . . . 441 Was nicht oft genug wiederholt werden kann . . . . . . 444 Zur Praxis der medikamentös-pharmakologischenTherapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 445 Mittel aus der Natur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 447 Homöopathie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449 Bachblüten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450 Weitere Therapien der Schulmedizin . . . . . . . . . . . . . . 452 Elektroschock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 452 Transkranielle Magnetstimulation . . . . . . . . . . . . . . . . 452 Elektrische Nervenstimulation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 454 Alternative Ansätze, neue und altbewährte Heilungswege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455 Das EMDR-Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455 Geführte Meditationen und schamanische Reisen . . . . . 458 Zen-Meditation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 460 Stärkung des Basis-Chakras . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 463 Ausdauertraining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 466 Ausgleich der Gehirnhälften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 467 Fließende Bewegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 471 Resonanz- oder Schwingtherapien . . . . . . . . . . . . . . . . 474 Rhythmustherapien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 476 Stärkungsmaßnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 482 Kreative Therapien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 484 Lichttherapien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 487 Ernährungstherapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 492 Omega-3-Fettsäuren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 493 Tipps aus der Orthomolekular-Medizin . . . . . . . . . . 496 Schokolade und andere Süßigkeiten . . . . . . . . . . . . 497 Gute Stimmung natürlich essen . . . . . . . . . . . . . . . 498 Unterstützung der Leber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 502 Kohärenztraining für das Herz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 Kombinierte Idealtherapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 509 Für die schwere Depression . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 509 Für reaktive Depressionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 511 Vorbeugung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 513 Über die Liebe als höchste Form der Resonanz, als Gegenpol zur Depression und als größtes Heilmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 516 Schattenreise ins Licht –eine Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 523 Poetischer Ausklang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 531 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 534 Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 534 Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 537 Eine Antwort und Ergänzung finden wir bei Khalil Gibran inseinem Buch Der Wanderer: Eine Auster sprach zu ihrer Nachbarin: »Ich trage großen Schmerz in mir. Schwer ist er und rund, und ich habe große Die andere Auster antwortete mit überheblicher Selbstzufrie- denheit: »Gelobt sei der Himmel und das Meer, denn ich habe keine Schmerzen. Es geht mir gut, innen und außen.« In diesem Augenblick kam ein Krebs vorbei und hörte die bei- den Austern. Darauf sagte er zu derjenigen, die innen wie außen unversehrt war: »Ja, dir geht es wohl gut; doch der Schmerz, den deine Nachbarin in sich trägt, ist eine Perle von hinreißender »Über Depression zu schreiben schmerzt, macht traurig, ver-einsamt und belastet«, meint Andrew Solomon, der – selbstdepressiv – ein sehr ausführliches und beeindruckendes Buch über Depression geschrieben hat.* Vielleicht habe ich michdeshalb lange gewehrt, dieses Buch anzugehen. Andererseitsgab es viele Hinweise, dass das Thema in unserer Zeit immerstärker in den Vordergrund drängt. Außerdem liegen so vieleChancen in der Depression, wenn man sie durchlebt und sichdie Möglichkeit zugesteht, an dieser Nachtmahrfahrt der See-le zu wachsen. Aus der Psychotherapie kenne ich viele Mutmachende Erfahrungen, vermittelt von Patienten, die nachdem Erlebnis der dunklen Reise nicht nur wieder auftauchtenund in ihr vorheriges Leben zurückkehrten, sondern deutlichgereifter und glücklicher waren. Und es wäre so notwendig,dass solches Weiterkommen häufiger gelingt, denn das The-ma eilt heute wie eine mächtige Welle auf uns zu.
Ich habe dieses Buch dann doch sehr gern geschrieben, weil es auch in eine Zeit fiel, die für mich ebenfalls durch eineReise geprägt war – durch das besondere Land einer besonde-ren Fastenzeit, die mich in Erfahrungsbereiche führte, die ichnicht kannte und die große Nähe zu den Themen der Depres-sion mit sich brachten. Zurückgekehrt kann ich sagen – ohneforschend, mitfühlend und schreibend selbst depressiv zuwerden –, dass ich froh bin, durch den Reichtum beschenktworden zu sein, der in den Tiefen der Depression verborgenliegt und der von so vielen großen Künstlern in deren Depres-sion und Melancholie zu Tage gefördert wurde. Somit ist die-ses Buch, zusammen mit der CD gleichen Titels, auch ein ho-möopathischer Versuch, mittels aus Depression und Melan-cholie inspirierter Kunst der Depression gerecht und hoffent-lich sogar Herr zu werden. Damit ist gemeint, die Depression * Andrew Solomon: Saturns Schatten. Die dunklen Welten der Depression. S. Fi- scher, Frankfurt am Main, 5. Aufl. 2002.
als notwendige Etappe des Lebensweges zu begreifen, derenSinn darin liegt, wieder mit dem Leben fließen zu lernen –und das auf einem ganz neuen Niveau.
Für mich selbst kann ich sagen, dass das Vertiefen in die Kunst des Depressiven und der großen Depressiven sowiedas damit verbundene Schreiben eine im wahrsten Sinne desWortes wunder-volle Zeit war. Ich würde mir und meinen Le-serinnen und Lesern wünschen, dass dies in irgendeiner Wei-se für sie spürbar wird. Und warum sollte Kunst uns nichtauch durch Depressionen hindurchhelfen? Schließlich hatsie so vielen Künstlern in ihrem Kampf mit den eigenen De-pressionen im wahrsten Sinne des Wortes das Leben erhaltenund lebenswert gemacht und uns – sozusagen als Abfallpro-dukte – zeitlose Kunstwerke beschert.
Über den schwierigen Umgang mitder Depression – eine Einführung Die Zahl der an Depressionen Erkrankten steigt seit den letz-ten Jahrzehnten gewaltig an, und diese Entwicklung wird im-mer mehr zu einer Bedrohung. Obwohl es sich bei der De-pression sicher um das qualvollste aller Krankheitsbilder undum eine potenziell tödliche Volkskrankheit handelt, wird sienoch immer weitgehend tabuisiert. Zum einen geschieht eswohl, weil die Erkrankung in den Bereich der Psychiatrie fällt,mit dem die meisten Menschen noch weniger zu tun habenwollen als mit dem Rest der Medizin. Zum anderen mag essein, weil die Depression sehr stark mit uns, unserer Kulturund den ihr innewohnenden Problemen verbunden ist. Sokommt es, dass in Deutschland die Hausärzte gerade einmaljeden hundertsten psychisch angeschlagenen Patienten zumPsychiater überweisen. Jede zweite Depression bleibt (ärztli-cherseits) unerkannt.
Das Elend geht aber weiter, wenn der Patient zum Psychia- ter – oder oft zum Neurologen, der mit der Materie eigentlichgar nichts zu tun hat – in die Sprechstunde kommt. Beide zö-gern dann viel zu oft, den Patienten in eine Klinik einzuwei-sen. Entgegen all den Vorurteilen und Ängsten vor der Psy-chiatrie gibt es aber Betroffene, die verzweifelt bemüht sind,in eine Klinik aufgenommen zu werden, und dies einfach Über den schwierigen Umgang mit der Depression nicht schaffen, weil sie von dem behandelnden Arzt nicht ein-gewiesen werden und eine Selbsteinweisung jedenfalls inDeutschland nicht möglich ist.
Heute gibt es über die Verbreitung von Depressionen un- terschiedliche Angaben, deren einzige Gemeinsamkeit ist,dass die Zahlen immer erschreckend hoch sind. Der Weltge-sundheitsorganisation (WHO) zufolge erlebt jede fünfte Frauund jeder zehnte Mann im Leben mindestens einen depressi-ven Schub. Demnach macht die Depression heute in den In-dustrienationen den zweitgrößten Anteil an der Krankheits-last aus. In den armen Dritte-Welt-Ländern steht sie schon anvierter Stelle. Von allen Krankheitsbildern verursachen De-pressionen mit Abstand die höchsten Kosten.
Laut Forsa-Umfrage antwortet in Deutschland jeder Zwei- te auf die Frage: »Haben Sie oder ein Mitglied Ihrer Familieschon einmal an Depressionen gelitten?« mit einem Ja. Vonden Befragten haben 20 Prozent selbst schon daran gelitten,knapp 30 Prozent die Erkrankung in der Familie miterlebt.
Bei 15 Prozent der Betroffenen wird aus dem Depressions- schub ein chronisches Leiden, wobei die Dunkelziffer natur-gemäß enorm hoch ist. Auch ist gar nicht sicher, ob die ge-schlechtsspezifische Häufung unter Frauen, die vielfach an-gegeben wird, wirklich existiert. Männer neigen wohl einfachdazu, ihre Depression zu überspielen, indem sie in Arbeit,Sport oder Konsum flüchten und sie gar nicht erst diagnosti-zieren lassen.
»Wir stehen vor einer epidemischen Ausbreitung der depressiven Erkrankungen«, sagt der Psychologieprofessorund Depressionsforscher Hans-Ulrich Wittchen (UniversitätDresden und Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München).
Dafür spricht auch, dass unter den 19 Millionen chronisch de-pressiven Amerikanern schon zwei Millionen Kinder sind.
Dort ist das durchschnittliche Erkrankungsalter in einer ein-zigen Generation um zehn Jahre auf sechsundzwanzig ge-sunken.
In Deutschland ist die Zahl der betroffenen Zwanzigjähri- gen in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gestiegen. Auchhierzulande sind Kinder zunehmend und in erschreckendemAusmaß betroffen, darunter sogar schon Dreijährige. Undneuerdings zeigt sich, dass auch hinter Hyperaktivität, Auf-merksamkeitsmangel und Konzentrationsstörungen sowiehinter Essstörungen und anderen VerhaltensauffälligkeitenDepressionen stecken können.
Die meisten Experten stimmen darin überein, dass vor al- lem die erklärbaren Depressionen zunehmen und nicht dieje-nigen, die man früher »endogen« nannte. Laut Depressions-forscher Wittchen sind es vor allem so genannte sekundäreoder »co-morbide« Depressionen, die vermehrt auftreten, al-so solche, die sich an andere Krankheitsbilder wie Angst,Schlafstörungen, Alkoholismus, Zwänge oder chronischeSchmerzen gleichsam anhängen. Deren Anteil gibt er mit in-zwischen 70 Prozent an.
Die Verschreibungspraxis von Antidepressiva kann die Zunahme ebenfalls veranschaulichen. Allein zwischen 1993und 2002 haben sich die Verordnungen – so das MagazinStern-Magazin Gesund leben: Volkskrankheit Depression – inDeutschland mehr als verdoppelt. Allerdings ist hierbei zubedenken, dass Mittel wie Prozac (deutscher Name: Fluctin)als Glückspillen zu Modedrogen geworden sind. Es gehörtzur Gruppe der Antidepressiva und ist ein so genannter Sero- Über den schwierigen Umgang mit der Depression toninwiederaufnahme-Hemmer (SSRI = Selective SerotoninReuptake Inhibitors), der dafür sorgt, dass dem Körper mehrvon seinem eigenen Botenstoff Serotonin über längere Zeit-räume zur Verfügung steht. Serotonin sorgt bei der üblichenDosierung für eine Art Schirm, der sich sanft über das Groß-hirn legt und alle negativen Emotionen ziemlich verlässlichabpuffert. Da bisher kaum spürbare Nebenwirkungen be-kannt sind, außer dem Verdacht auf gehäufte Selbstmorde,ist es bereits eine Lifestyle-Droge geworden – das Mittel derWahl zur Stimmungsaufhellung einer satten, aber zuneh-mend frustrierten Bürgerwelt. Damit wird es zum Pendantvon MDMA oder Ecstasy, eines Amphetamins, das ebenfallsdie Serotoninmenge im Gehirn erhöht und Jugendlichen zueinem ganz ähnlichen, wenn auch in diesem Fall streng ver-botenen Zweck dient.
An dieser Tendenz, bei jeder Gelegenheit gleich etwas ge- gen schlechte Stimmung und üble Laune einzunehmen, mages obendrein liegen, dass Depressionen noch immer in deröffentlichen Meinung verharmlost werden. Wer locker mitseiner Depression kokettiert, davon redet, dass er seine »De-pri« habe oder »total depressiv drauf« sei, spricht einfachnicht vom selben Leiden wie jener Mensch, der in einer na-men- und beispiellosen Traurigkeit, Verzweiflung und Ge-fühllosigkeit versinkt. Ein betroffener Wissenschaftler for-mulierte es nach seiner überstandenen eigenen Depressioneinmal so: »Traurigkeit verhält sich zu Depression etwa sowie normales Zellwachstum zu dem von Krebs.« Bei einer Überprüfung des Vorlebens von Selbstmordop- fern stellte sich heraus, dass der überwiegende Teil von ihnendurch Depressionen zu diesem Schritt getrieben wurde. Etwa 12 000 Menschen bringen sich pro Jahr in Deutschland um,und der größte Teil davon dürfte depressiv gewesen sein. Stu-dien ergaben, dass hinter 90 Prozent der Suizide psychiatri-sche Erkrankungen stehen. Insofern ist Depression auf alleFälle ein lebensbedrohliches Krankheitsbild. Bei den unter40-Jährigen ist sie, je nach Statistik, die häufigste oder zweit-häufigste Todesursache – in Konkurrenz nur mit den Ver-kehrsunfällen. Bei den unter 25-Jährigen ist Suizid dem Ma-gazin Der Spiegel zufolge schon heute die unbestritten häu -figste Todesursache. Aber noch zehn Mal mehr Menschenversuchen, sich umzubringen, und scheitern oft erst, nach-dem sie sich schon bleibende Schäden zugefügt haben.
Im Alter sind Depressionen die mit Abstand häufigste psychische Störung, und nicht selten verbergen sie sich sogarhinter Diagnosen wie Altersdemenz. Der bereits zitierte Au-tor Solomon geht davon aus, dass die Depression weltweitmit Abstand das gefährlichste, teuerste und tödlichste Krank-heitsbild ist.
Über den schwierigen Umgang mit der Depression Kunst und Mythos – eine Einstimmungin die Welt der Depression Tatsache ist, dass viele Künstler der Vergangenheit und Ge-genwart mehr oder weniger schwer depressiv waren undsind. Wir verdanken ihnen aber nicht nur wunderbare Kunst-werke, sondern auch die eindrucksvollsten Beschreibungendes Krankheitsbildes selbst. Wie aktuell das Thema ist, magdie Tatsache beleuchten, dass die Ausstellung Melancholie –Genie und Wahnsinn in der Kunst im Jahr 2005 in Paris mehr als300 000 Besucher anlockte, bevor sie nach Berlin umzog.
Dort wurde sie von Beginn an als herausragendes Kultur -ereignis gefeiert und bekam hymnische Kritiken. Sie zeigedie Schönheit, die in der Schwermut verborgen liege, schreibtdie Kunstkritikern Eva Karcher in der Zeitschrift Vogue Kul-tur, und weiter: »Dieses qualvolle zwiespältige Bewusstseinmenschlicher Endlichkeit und die letztlich vergeblichen Ver-suche, ihm zu entkommen, rücken die Melancholie ins Zen-trum aller Kreativität.« Wäre es möglich, in dieses Buch Illustrationen aufzuneh- men, würde ich aus dem Vollen schöpfen können. Zum The-ma Depression in der darstellenden Kunst wäre an erster Stel-le wohl Dürers Bild Melancholia aus dem Jahr 1514 zu nennen, Depression
Wege aus der dunklen Nacht der Seele
Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten, 12,5 x 18,3 cmISBN: 978-3-442-21923-0 Zeitkrankheit Depression: Millionen leiden an ihr und die Zahl depressiver Erkrankungen nimmtweiter zuDepression oder deren mildere Variante, die Melancholie, sind keine Erfindung der Neuzeit, abersie sind heute dramatisch auf dem Vormarsch.
Ruediger Dahlke analysiert in diesem Buch die Psychodynamik der Depression, die letztendlicheinem einfachen Muster gehorcht: einer Diskrepanz zwischen den Erwartungen/ Hoffnungen undder subjektiv empfundenen Realität des Betroffenen.
Dahlke zeigt, wie wir unsere unbewussten Vorstellungen aus dem Schatten befreien undalte Muster loslassen können. Praktische Übungen helfen, die blockierte Lebensenergiefreizusetzen, Boden unter die Füße zu bekommen und das Leben wieder aktiv zu gestalten.

Source: http://www.gallusturm.de/seelen/4.pdf

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Summary The main aim of this thesis was to investigate the susceptibility of the dermatophyte Trichophyton rubrum to photodynamic treatment (PDT), based on porphyrin photosensitizers, and to deduce a formulation suitable for one single effective treatment in a clinical application. PDT refers to a treatment within a biological system with the use of light-activated agents, called photosensit

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Benefits Checklist Prescription Drug Assistance Programs  Partnership for Prescription Assistance (www.pparx.com)  Eligibility information is entered and available options are generated.  Yes  No Reason________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

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